• Projekt: TV Dokuserie (2020)
  • Produktion: RANFILM (AT)
  • Länge: 5 x 45min, 2 x 25min
  • Senderbeteiligung: ORF III, ORF Steiermark, ORF Kärnten, RAI-Südtirol
  • Buch: Fritz Aigner
  • Regie: Alfred Ninaus, Fritz Aigner
  • Produzent: Matthias Ninaus, Stephanie Ninaus

Österreichs und Südtirols Bergdörfer

Österreichs Bergdörfer – kleinteilige Welten in alpiner Abgeschiedenheit. In ihrem urigen Erscheinungsbild oftmals scheinbar unberührt vom Wandel der Zeit. Doch hat sich das Leben der Menschen hier in den vergangenen Jahrzehnten grundlegend geändert. Noch in den 1950er Jahren waren die Dörfer vorwiegend vom entbehrungsreichen bergbäuerlichen Leben geprägt, mit dem Wirtschaftsaufschwung hat jedoch der Fremdenverkehr Einzug gehalten. Und der Tourismus bestimmt heute das Dorfleben – von der Steiermark bis in die entlegenen Hochtäler in Osttirol. Immer noch leben viele Menschen als Bergbauern auf kleinstrukturierten Höfen, die aufgrund der alpinen Höhenlage gar nicht in der Lage sind, immer mehr zu wachsen. Die Profitmaximierung in der Landwirtschaft hat dazu geführt, dass die Arbeit im Vollerwerb kaum mehr zum Auskommen reicht, so werden die Bauernhöfe von der jungen Generation oftmals nur mehr im Nebenerwerb geführt. Arbeit finden die heutigen Bäuerinnen und Bauern häufig in touristischen Betrieben, die Landwirtschaft zu Hause ist für viele nur mehr ein Hobby. Heute vermarktet man sich selbst - das ist Teil der touristischen Inszenierung geworden, die in den Bergdörfern auf Entschleunigung und Naturerleben setzt. Damit ist man am Puls der Zeit. Hier finden Sehnsüchte zahlreicher Menschen in einer immer rasanter werdenden Welt voller dramatischer Zuspitzungen, wie der Klimakrise, ihre scheinbare Erfüllung. So erzählen Österreichs Bergdörfer im Rauen, im Steilen, im Kleinen von den Herausforderungen, die eine globalisierte Welt an die Menschen stellt.